Fotorestauration mit Photoshop am PC – Worauf kommt’s an?

Fotorestauration mit Photoshop am PC – Worauf kommt’s an?

Leider macht der Lauf der Zeit auch vor Bildern nicht halt. Viele ältere Fotos weisen nach Jahren Flecke, Knicke, Risse und Kratzer auf. Oder sie verblassen so stark, dass man einzelne Objekte nur schwer, oder gar nicht mehr erkennen kann. Mit den Bildern verlieren viele Menschen aber ein Stück ihrer Vergangenheit. In unserer Zeit muss das nicht mehr sein.

Durch einfache Anwendungen von Bildbearbeitungsprogrammen kann man viele Fotografien retten.

Die einfachste Methode das Bild zu restaurieren, ist es einzuscannen und auf der PC-Festplatte zu speichern. Eine Alternative ist das Abfotografieren der alten Fotos mit einer Digitalkamera, wobei hier aber dringend auf eine möglichst hohe Auflösung geachtet werden sollte. Aber egal, für welche Möglichkeit sich entschieden wird, es sollte nicht das Konvertieren in ein Pixel-Format vergessen werden. Wer diese Details beachtet, schafft für die Restaurierung von alten Fotos eine optimale Basis.

Das Angebot der Bildbearbeitungsprogramme ist umfangreich, doch nicht jede Software hält, was sie verspricht. Beim Kauf einer Software für die Restaurierung von alten Fotos sollte darauf geachtet werden, dass sie über ausreichend Funktionen verfügt und die Menüführung leicht verständlich ist. Der große Vorreiter der Bildbearbeitungs- und Foto-Restaurierungsprogramme ist und bleibt der Platzhirsch Photoshop, welches in der aktuellsten Version als Cloudlösung angeboten wird.

Bei einer Software für die Foto-Restauration ist es zudem und insbesondere für unerfahrene User von Vorteil, wenn trotz Speicherungen von Korrekturen auch das ursprüngliche Foto gesichert bleibt. So kann immer wieder auf den eigentlichen Scan zurückgegriffen werden, sollten die gemachten Veränderungen nicht den Vorstellungen entsprechen. Mit Photoshop muss man sich allerdings um das Original keine Sorgen machen. Mit der einfachen Tastenkombination Strg+J kopiert man vor jeder Bearbeitung eine neue Ebene. Wird diese bearbeitet, bleibt das Original unberührt.

Sowohl Elements 13, als auch Photoshop besitzen automatische Funktionen, die speziell der Restaurierung alter Fotos dienen. Das bedeutet, dass diese Bildbearbeitungssoftware Qualitätsmängel alter Fotos erkennt und sofort behebt. So kann man beispielsweise verblasste Farben mit der Funktion Dynamik durch 1-Maus-Klick intensivieren.

Außerdem bietet Photoshop eine Vielzahl von Werkzeugen zum Retouchieren an. Möchte man Risse mit dem Reparatur-Pinsel ausgleichen, muss man eine Bezugsquelle bestimmen, aus dem das Material eingefügt wird. Schließlich wird über den Riss solange gemalt bis er ausgeglichen ist. Ist man noch nicht zufrieden, kann man weitere Quellen definieren und nochmal nachmalen.

Sollte der Riss eher einem ausgewachsenem Loch ähneln, greift man besser auf das Ausbessern-Werkzeug zurück. Zunächst wird eine Auswahl um den Riss erzeugt (ähnlich des Lassos). Wenn man nun in die Mitte der Auswahl klickt und die Maustaste dabei gedrückt hält, kann man die Auswahl in einen Bereich mit passender Struktur ziehen, um das Loch zu füllen.

Pipetten eignen sich beispielsweise perfekt, um die Umgebungsfarbe einfach zu kopieren und dort einzufügen, wo Farbe durch großflächige Risse oder ähnlichem fehlt.

Zusätzliche Funktionen, wie Schärfe, Helligkeit und Kontrast sollten sich ebenfalls individuell einstellen lassen. Von Vorteil bei der Adobe Photoshop Software ist die automatische Nachbelichtung. Mit dieser Funktion kann jeder die optimale Lichtfrequenz seinen Fotos zufügen, ohne sich mit Werten auskennen zu müssen. Denn vor allem ältere Fotos sind mit Kameras geknipst worden, die keine automatischen Belichtungsmesser besaßen.

Kleine Spots und Flecken kann man außerdem mit dem Bereichsreparatur-Pinsel entfernen. Zuerst sollte die Größe der Werkzeugspitze durch einen Rechtsklick eingestellt werden. Anschließend werden alle Flecken übermalt. Dabei sollte man auch um den Fleck herum malen, damit die Umgebung vom Photoshop richtig analysiert wird. Die Unebenheit ist nun mit einem Grauton gekennzeichnet. Lässt man die Maustaste los, überdeckt das Programm den Makel automatisch.

Rauschen kann man durch Filter wie Weichzeichnungsfilter beheben. Klickt man hier auf Matter, sollte man die Stärke der Weichzeichnung bestimmen. Langsam erhöht man den Schwellenwert, bis Flächen weich-, und die Kanten klargezeichnet sind. Bestätigt man, kann man noch die Füllmethode im Ebenenbedienfeld auf Farbe umstellen. Somit wird auch das farbige Rauschen behoben.

Wer also grundlegende Dinge beim Kauf einer Restaurierungssoftware beachtet, seine Kenntnisse in der Bildbearbeitung reell einschätzt und sich ein wenig mit dieser und den weiteren Funktionen beschäftigt, der wird erstaunt sein, wie zum Beispiel durch Bildbearbeitungssoftware mit spezieller Restaurierungsfunktionen, alte Bilder ganz leicht wieder in neuem Glanz erscheinen. Je nach Erfahrungsschatz in der digitalen Bildbearbeitung muss es dabei nicht zwingend Photoshop sein. Auch andere Programme haben hier Ihre Stärken und Schwächen, welche unter anderem beim Leistungstest von Netzsieger geprüft wurden, und sind grade für Hobbyfotografen eine gute Alternative.